Deich Guntersblum

Die wvr begrüßt grundsätzlich die Deichertüchtigung zwischen Schließe Fischsee und Mausmeer. Profitiert sie doch ebenso von der Hochwasserschutzmaßnahme des Landes, da bei einem Deichbruch in der Region, mit hoher Wahrscheinlichkeit, auch das Uferfiltratwasserwerk Guntersblum in rund drei km Entfernung betroffen wäre.

 

Die wvr freut sich insbesondere darüber, dass die Arbeiten im Bereich der Uferfiltratbrunnen ohne Zwischenfälle ausgeführt werden konnten. Handelt es sich auf diesem ca. 550 m langen Deichabschnitt doch um ein Trinkwasserschutzgebiet. Die dort niedergebrachten 10 Uferfiltratbrunnen tragen wesentlich zur Trinkwasserversorgung in Rheinhessen und der Nordpfalz bei.

Deshalb musste ganz besonders auf den sorgsamen Einsatz der Baumaschinen und dem Umgang von Bau- und Betriebsstoffen geachtet werden, um eine Untergrundkontamination dieses sensiblen Bereiches zu vermeiden. Beim Ausbau der Brunnen 1996, wurde damals schon der geplanten Deichertüchtigung Rechnung getragen, indem diese über das jetzige Deichniveau errichtet wurden. Dadurch ist ein Überströmen der Brunnen nicht möglich, was letztendlich erheblich zur Versorgungssicherheit beiträgt.

Dadurch, dass die Brunnengalerie auf Landesflächen errichtet wurde und die Arbeiten des Deichausbaus besondere Sicherungsmaßnahmen erforderlich machten, wird die wvr an den Gesamtkosten, von rund 7 Mio. Euro, mit mehreren Hunderttausend Euro, in einem nicht unerheblichen Umfang beteiligt.

"Wir sprechen derzeit von mehreren Hunderttausend Euro. Unser konkreter Beitrag wird in den nächsten Wochen feststehen, wenn die Schlussrechnungen vorliegen und wir alles geprüft haben", erläutert der Geschäftsführer der wvr, Ronald Roepke.

Artikel aus der AZ vom 20.04.2018: Mehr Schutz vor Hochwasser

Faktencheck/Hintergrundinfos:

Bedeutung des Uferfiltratwerkes Guntersblum:

  • 72% der Gesamtförderung erfolgt über die Uferfiltratbrunnen und das Wasserwerk Guntersblum = rund 9,7 Mio. m³ in 2017, bei einer Gesamtförderung von 13,5 Mio. m³ (2017)
  • Versorgt weite Teile Rheinhessens und der Nordpfalz. Direkt versorgte Einwohner: ca. 242.000
  • incl. Großkunden über 300.000 versorgte Einwohner
  • der Bereich der Baumaßnahme liegt innerhalb der Trinkwasserschutzzonen II und III, was besondere Schutzmaßnahmen erforderlich machte