Bienenweide auf Brunnengelände22.05.2018 „Sehr gut“, findet Ronald Roepke, Geschäftsführer der wvr. „Wir in der Wasserwirtschaft denken und planen für Generationen im Voraus und übernehmen viele Aufgaben, die den nachhaltigen Trinkwasserschutz betreffen. Daher ist es nur eine logische Konsequenz sich auch vorsorgend für die biologische Vielfalt zu engagieren.“

 

In der kommenden Woche stehen die Internationalen Tage rund um die Biodiversität an. Der Pfingstsonntag ist der zweite weltweite Bienentag und am 22. Mai wird der Internationale Tag der biologischen Vielfalt begangen. Beide Tage wurden von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ausgerufen und sind thematisch eng miteinander verbunden. Der Rückgang der weltweiten Bienenpopulationen führte zu der Unterschutzstellung und unterstreicht die elementare Bedeutung der Biene als Bestäuber für die Pflanzenwelt und damit auch für die Ernährungssicherheit der Menschheit. Und hier kommt die Wasserwirtschaft ins Spiel. Knapp 19.000 Wasserschutzgebiete gibt es in Deutschland, deren Flächen als ökologisch intakte Lebensräume für Pflanzen und Tiere dienen können.

Die wvr betreibt an verschiedenen Standorten in ihrem Versorgungsgebiet Kooperationen mit Imkern, die ihre Bienenvölker auf Hochbehälter- oder stillgelegten Brunnenflächen aufgestellt haben.

Das neueste Projekt wurde im vergangenen Jahr in Bodenheim gestartet. Mehrere hundert Quadratmeter große Wiesenstreifen wurden mittels Heumulchverfahren auf dem Wasserwerksgelände angelegt und mit wertvollem Saatgut des Rheindeiches Bodenheim geimpft. Die sich entwickelnden Bienenweiden fördern den Artenreichtum, aber auch die Biodiversität, beides stabilisierende Faktoren für ein intaktes Ökosystem. Ergänzend veranstaltet die wvr in Bodenheim am 22. und 23. Mai Fortbildungstage zum Thema „Wiesenwelten“ für Erzieherinnen, in deren Verlauf das neu errichtete Insektenhotel mit passendem Material gefüllt wird. Auch hier versteht sich die wvr als aktiver Botschafter für die biologische Vielfalt: „und das sind genau die blau-grünen Synergien von Wasserschutz und biologischer Vielfalt, die sich der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und wir erhofft haben“, resümiert Ronald Roepke.