17.05.2019 Nach rund zwei Jahren ist es nun endlich geschafft. Die vierte Wasserkammer des Haupthochbehälters in Wintersheim konnte am 07.05.2019 im Betrieb genommen werden. Die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) hat damit ein Großprojekt erfolgreich abschließen können.

Nachdem im Dezember 2017 mit dem Bau begonnen wurde, konnten die grundlegenden Arbeiten im März dieses Jahres abgeschlossen werden. Zu diesem Zeitpunkt bekamen die Mitarbeiter der wvr auch die Möglichkeit, die leere Kammer einmal von innen zu besichtigen. Den Besuchern wurde dort ein beeindruckender Anblick geboten, bei einer Grundfläche von 50 x 60 m und einem Fassungsvermögen von 13.500 m3. Das entspricht ungefähr 90.000 Füllungen einer Badewanne.

2019 03 08 Gruppenbild HHB Wintersheim

 

 

Was darauf folgte, war eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Wasserkammer. Zusätzlich gab es umfangreiche Qualitätsuntersuchungen, um zu garantieren, dass dem Kunden ausschließlich einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht. Auch aktuell werden noch zusätzliche Kontrollen durchgeführt.

Insgesamt werden durch die wvr über 300.000 Einwohner versorgt. Die Erweiterung liefert einen entscheidenden Mehrwehrt, um die Versorgung der Menschen zu sichern. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 4.1 Millionen Euro.

Der Geschäftsführer Ronald Roepke betont: „Mit der Inbetriebnahme der Wasserkammer haben wir ein wichtiges Unternehmensziel der wvr erreicht und vor allem die Versorgungssicherheit erhöhen können. Besonders mit Blick auf den angekündigten Hitzesommer, betrachten wir das als einen großen Erfolg.“

Die offizielle Einweihung der Wasserkammer ist für den kommenden Sommer geplant.

 

Faktencheck zum Haupthochbehälter Wintersheim (HHB)

  • Entwicklung des Fassungsvolumens:
  • 1907: Errichtung Wasserkammer (WK) 1 mit 1.000 m³
  • 1973: Erweiterung mit WK 2 um 2.000 m³
  • 1996: Erweiterung mit WK 3 um 5.000 m³
  • 1998: Stilllegung der alten WK 1 (1.000 m³)
  • 2017: Baustart zur Erweiterung mit WK 4 um 13.500 m³
  • Investitionsvolumen ca. 4,1 Mio. €
  • an strategisch wichtiger Position
  • versorgt weite Teile Rheinhessens und der Nordpfalz.
  • direkt versorgte Einwohner:
  • 230.000, mit Großkunden über 300.000
  • Erhöhung der Versorgungssicherheit, dadurch längere Reaktionszeiten bei planmäßigen Reparaturarbeiten und außerplanmäßigen z.B. bei Rohrbrüchen oder Ausfall des Wasserwerkes Guntersblum
  • notwendiges Projekt um steigendem Spitzenbedarf gerecht zu werden und Rückgang der Fördermengen kleinerer, niederschlagsabhängiger Gewinnungsanlagen entgegenzuwirken
  • höchste Wasserabgabe im WW Guntersblum 2018: 42.608 m³ (28.07.18)