12.06.2019 Die wvr ist in ihrem Versorgungsgebiet für die Wasserversorgung verantwortlich. Dies beinhaltet neben der Gewinnung und der Aufbereitung des Trinkwassers auch die Verteilung über den Hausanschluss. Der sogenannte Wasserzähler ist dabei der Übergabepunkt von der wvr zum Hauseigentümer. Dieser wird entsprechend dem Eichgesetz in einem Zeitabstand von sechs Jahren ausgetauscht, mithilfe eines Unternehmens, das von der wvr dafür beauftragt wird.

Ende 2017 kam es zu einer Kundenreklamation, aufgrund von farblichen Veränderungen am Wasserzähler. Daraufhin hat die wvr sofort Maßnahmen ergriffen, um ein Gesundheitsrisiko abzuschätzen und die Ursache zu klären. Dafür wurden mehrere Gutachten eingeholt. An oberster Stelle stand die Frage, ob die Qualität des Trinkwassers in irgendeiner Form beeinträchtigt wird. Nach derzeitigem Kenntnisstand und in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern konnte dies ausgeschlossen werden. Laut der Gutachten führen die Auffälligkeiten an den betroffenen Wasserzählern zu keinen gesundheitsgefährdenden Beeinträchtigungen der Wasserqualität.

Die Untersuchungen ergaben außerdem, dass es sich bei diesen Verfärbungen um eine sogenannte „Entzinkung“ handelt und dass dieses Phänomen auf einen Mangel am Gehäuse der Zähler zurückzuführen ist.

Aus diesem Grund wechselt die wvr als vorbeugende Maßnahme im Rahmen ihrer Qualitätssicherung sämtliche Zähler bis 2021 vorzeitig aus. Die neuen Zähler verfügen dabei über eine spezielle Beschichtung, bei denen es zu keiner Entzinkung mehr kommen kann. Der Austausch der Wasserzähler erfolgt demnach bis zu drei Jahre vor dem Ende der Eichfrist, was mit einem hohen Kosten- und Personalaufwand verbunden ist. „Rund 71.000 Wasserzähler gehören in unser Versorgungsgebiet. Schneller ist der Austausch einfach nicht umsetzbar,“ erklärt der Geschäftsführer Ronald Roepke. „Uns geht es dabei um die maximale Sicherheit unserer Kunden.“

Aufgrund der reduzierten Nutzungsdauer der Wasserzähler, kommt nun ein erheblicher Vermögensschaden auf die wvr zu, den sie nicht auf den Kunden übertragen möchte. Daher wurden mehrfach Gespräche mit dem Lieferanten geführt, in denen die wvr die Nacherfüllung des Vertrages gefordert hat. Dabei konnte jedoch keine Einigung erzielt werden. Aus diesem Grund verklagt die wvr den Lieferanten, auf Schadensersatz. Zusätzlich werden seit Anfang 2019 die Wasserzähler von einem neuen Lieferanten bezogen.

In diesem Zusammenhang möchte die wvr ihren Kunden noch eine Handlungsempfehlung mitgeben. Nach einer Stagnationszeit, z.B. über Nacht, oder nach einem Urlaub, sollte man generell die ersten Liter ablaufen lassen, bzw. anderweitig verwenden. Vor dem Verzehr des Trinkwassers sollte man abwarten, bis eine Konstanz der Wassertemperatur eingetreten ist.

Weitere Antworten auf verschiedene Fragen, finden Sie in den FAQ´s zum Thema „Wasserzähler“. Sollte dennoch etwas unbeantwortet bleiben, kontaktieren Sie uns gerne.

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