Tag der Katastrophenvorbeugung213.10.2020 Die Wetterextreme der letzten drei Sommer haben deutlich gezeigt, dass Deutschland sich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten muss. Lange Trockenperioden und starke Hitzewellen stellen dabei vor allem die Wasserversorger vor große Herausforderungen. In zahlreichen Regionen Deutschlands war es im letzten Jahr nötig, Wasserspargebote anzuordnen. Um auf solche Situation und auch weitere mögliche Krisenszenarien vorbereitet zu sein, hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr und mit Unterstützung der Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) Anfang diesen Jahres einen Leitfaden für Notfallvorsorge veröffentlicht. Darin wird beschrieben, wie eine Planung zur Ersatz- und Notwasserversorgung erarbeitet werden kann. 
 
Durch die Eigeninitiative des Wasserversorgers wurde das Projekt und der entsprechende Praxisworkshop im Land Rheinland-Pfalz umgesetzt. Dabei war vor allem der Landkreis Mainz-Bingen beteiligt. Als Praxispartner konnte die wvr wichtige Erfahrungen und Beispiele aus dem Arbeitsalltag eines Wasserversorgers beitragen. „Unsere Aufgabe ist die zuverlässige Versorgung unserer Kundinnen und Kunden mit ein-wandfreiem Trinkwasser. Dennoch haben wir ebenso den Anspruch, auch für eine Notsituation gerüstet zu sein“, kommentiert der Geschäftsführer Ronald Roepke. 
 
Die Menschen im Versorgungsgebiet der wvr konnten sich bislang auf die Versor-gung mit ausreichend Trinkwasser verlassen. In den letzten Jahren war es nicht nötig, eine Einschränkung der Wassernutzung auszusprechen, dank guter Vorbereitung und zukunftsorientierten Investitionen. „Dennoch gelangen wir auch immer wieder an unsere Kapazitätsgrenzen, weshalb wir weiter daran arbeiten müssen, unsere Möglichkeiten zu erweitern“, betont Roepke. „Hitze schafft herausfordernde Rahmenbedingungen, mit denen man umgehen muss.“
 
Die BBK-Fachinformation „Notfallvorsorgeplanung“ ist dabei der zweite Teil aus einer Reihe zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung. 2016 erschien bereits der erste Teil „Risikoanalyse“, der die Wasserversorger und Kommunen bei der Untersuchung und Bewertung von Risiken durch Naturgefahren, technisches oder menschliches Versagen, Kriminalität, Terrorismus oder kriegerische Auseinandersetzungen unterstützen soll. 
In beiden Publikationen wird dabei hervorgehoben, dass eine intensive und kontinuierliche Zusammenarbeit aller Aufgabenträger der Wasserversorgung – insbesondere Wasserversorgungsunternehmen, Gesundheitsämtern und Akteure des Zivil- und Katastrophenschutzes von zentraler Bedeutung ist. 
 
Weitere Informationen und die Veröffentli-chungen finden Sie auch unter folgendem Link: https://www.bbk.bund.de/DE/TopThema/TT_2016/Praxis-BS_Bd15_Trinkwasserversorgung.html
 
Unter folgendem Link finden Sie außerdem einen Ratgeber für Notfallvorsorge und rich-tiges Handeln in Notsituationen, dass eben-falls vom BBK erstellt worden ist.