Preisanpassung für 2023

SDG icon DE 06Die Ankündigung steigender Preise sind Verbraucherinnen und Verbraucher in diesen Zeiten zwar fast schon gewohnt, dennoch bedürfen sie einer sachgerechten Erklärung. Für das kommende Jahr kommt auch die wvr nicht umhin, die Tarife für die Trinkwasserversorgung anzupassen. Neben Lohnsteigerungen sind extreme Verteuerungen innerhalb der Baubranche, auf deren Material und Dienstleitungen die wvr bei ihren Baumaßnahmen angewiesen ist, für höhere Aufwendungen verantwortlich. Zudem stellt einen Wasserversorger wie die wvr die Folgen des Klimawandels vor große Herausforderungen. Investitionen in den Erhalt und den Ausbau der Trinkwasserinfrastruktur, um die Versorgungssicherheit auch zukünftig zu gewährleisten, sind dringend notwendig.

Letztendlich ausschlaggebend für die Höhe der Tarifanpassung sind allerdings die stark gestiegenen Stromkosten. Die Wasserversorgung geht mit energieintensiven Prozessen einher. Ungeachtet der jährlichen Audits des Energiemanagements und dessen Rezertifizierung sind für die Gewinnung, Aufbereitung und Weiterverteilung in das 808 km² große, hügelige Versorgungsgebiet werden auch jährlich rund 15 Mio. kWh notwendig.

Trotz vorausschauender Energiestrategie wird die wvr im kommenden Jahr mit einer Erhöhung der Stromkosten von 3 Mio. € kalkulieren müssen, ein Betrag, der sich auf die Kosten für die Versorgung mit Trinkwasser auswirkt. Die Berechnung berücksichtigt allerdings noch nicht die Strompreisbremse. Sollte diese kommen, würden 80% unseres Strompreises auf 130 Euro pro Megawattstunde gedeckelt. Dies betrifft den für Großabnehmer geltenden sogenannten RLM-Verbrauch, also Verbrauchsstellen mit einem Jahresverbrauch über 100.000 kWh. „Das wäre allerdings immer noch das Dreifache der Preise von 2020”, sagt Ronald Roepke, Geschäftsführer der wvr. „Sollten sich hier Spielräume ergeben, können im Gegenzug die für 2023 notwendigen Darlehen in Höhe von 6 Mio. € reduziert werden“.

Was bedeutet dies für die Kundinnen und Kunden?

Trotz der Anpassung des Wasserpreises bewegen sich die Preise für Trinkwasser in einem fairen Rahmen. Ein Single-Haushalt zahlt nämlich maximal 0,005 € pro Liter Wasser, ein Vier-Personen-Haushalt höchstens 0,003 €. Welche Endbeträge bei der Kundschaft aufschlagen, finden sich in den nachfolgenden Beispielrechnungen unter Berücksichtigung des Bereitstellungspreises entsprechend dem jeweiligen Tarifgebiet. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Gebieten ergeben sich aus der Höhe der jeweiligen Konzessionsabgabe.

Tarifgebiete Alzey und Kirchheimbolanden

Tarifübersicht Alzey und Kirchheimbolanden

Tarifgebiet Altgebiet

Tarifübersicht Altgebiet

Tarifgebiet Stadteile Mainz-Laubenheim und Mainz-Ebersheim

Tarifübersicht Mainzer Stadtteile

Wo kann ich mich weiter informieren?

Unter Tarife stehen Ihnen die Preisblätter der jeweiligen Versorgungsgebiete, ein Tarifrechner zum Berechnen Ihres individuellen Verbrauchs sowie eine Erklärung der einzelnen Preisbestandteile zur Verfügung. Auf unserer FAQ-Seite finden Sie außerdem die meistgestellten Fragen. Bei der Jahresrechnung, die Ende Januar den Haushalten zugestellt wird, werden die jeweilig persönlichen Ansprechpartnerinnen genannt, sollten im Vorfeld Fragen auftauchen, können sich die Kundinnen und Kunden per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

Schon gewusst?

Im weltweiten Vergleich gehen wir hierzulande besonders sorgsam mit Trinkwasser um. Pro Kopf benötigt jeder Mensch in Deutschland rund 127 Liter Wasser am Tag. Und hier sind bereits alle möglichen Verwendungszwecke eingeschlossen:

BDEW Wassergebrauch im Haushalt 2021

 

Uns ist bewusst, dass diese Anpassung einen höheren Preissprung als bislang bedeutet. Leider ist dies notwendig, um die gestiegenen Kosten zumindest abfedern zu können. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und stehen für Fragen gern zur Verfügung!

© Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Wasser für pure Lebensfreude