Energetische Gebäudesanierung bei der wvr

SDG icon DE 09 „Energie einsparen, wo es möglich ist“ lautet die aktuelle Order für Alle – das gilt für Privatleute aber auch für Unternehmen. Dabei laufen vielerorts die energetischen Sanierungen im Gebäudesektor des öffentlichen Bereiches eher schleppend. Umso erfreulicher, dass die Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH (wvr) dieses Thema bereits im letzten Jahr auf der Agenda hatte und den Grundstein für eine umfassende Sanierung des Verwaltungsgebäudes in Bodenheim gelegt und auch terminiert hatte.

Den Stein ins Rollen brachte zugegebenermaßen eine undichte Stelle im Dach des „Neubaus“ (aus dem Jahr 1999) und lose/hohle Putzstellen im Bereich der Außenfassade. So wurde ein Stufenplan entwickelt und im ersten Schritt die Erneuerung des Daches samt Fassade eingeleitet. Es folgten die teilweise Sanierung der Tragkonstruktion, eine stärkere Dämmung unter Erfüllung aller neuen sicherheitstechnischer Auflagen und die gelungene Anlage der Dachbegrünung.  Die nächste Stufe, nämlich das Aufbringen der Wärmedämmung auf die Außenfassade der beiden unteren Stockwerke nach dem erfolgreichen Austausch aller Fenster incl. Anbringung von Außenjalousien für den besseren Sonnenschutz gerät jedoch zurzeit etwas ins Stocken. „Zeitlicher Verzug bei der Materiallieferung ist wie allerorts auch bei uns der Grund für Verzögerungen. Die Arbeiten werden sich wahrscheinlich bis in den Herbst verzögern“, fasst Projektleiter Albrecht Stellwagen den aktuellen Stand zusammen. 
Ab dem kommenden Jahr geht es dann an die energetische Sanierung des „Altbaus“ der wvr. Auch hier stehen alle Fenster mit Außenjalousien zum Austausch an sowie eine neue Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem. Bei den Vorarbeiten hierzu wurden ebenfalls undichte Stellen im Dach gesichtet, weshalb geplant ist, dieses folglich ebenfalls zu erneuern und zu dämmen. Zudem entstand die Idee, das Verwaltungsgebäude rollstuhlgerecht auszubauen. Die Planung eines Aufzugs sowie neue Sanitäreinrichtungen werden zurzeit für das Genehmigungsverfahren vorbereitet. Im Anschluss daran können dann die jeweiligen Arbeiten ausgeschrieben werden.

Ein weiteres Instandhaltungsprojekt der wvr, aber am gleichen Standort in Bodenheim, liegt dazu in den „letzten Zügen“. Die Büros der Meister aus dem Netzbereich wurden über einen Zeitraum von sechs Monaten umfangreich saniert und an den heutigen Stand der Arbeitswelt, einhergehend mit der Aufwertung aller Räumlichkeiten angepasst. Ein Besprechungsraum und mehrere Einzelbüros wurden geschaffen und sanitäre Einrichtungen erneuert.  Alle Strom-, IT-, Trink- und Abwasserleitungen wurden vollständig erneuert und eine Küchenzeile sowie ein neuer Bodenbelag verlegt. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass es sich um ein unter Denkmalschutz gestelltes Gebäude handelt. „Aber auch das haben wir erfolgreich gewuppt und es freut mich, dass die Kollegen bald die neuen Räume beziehen können“, äußert sich Geschäftsführer Ronald Roepke zufrieden. 

Weitere Infos: 

  • Kosten für den ersten Bauabschnitt be-laufen sich auf rund 390 T€. 
  • Mit der Neuanlage des Gründachs geht die Vergabe der Pflege einher, um die Begrünung zum einen aber auch die notwendige Dachentwässerung bzw. den freien Durchfluss der Dachrinnen zum anderen im Blick zu behalten. Das Gründach selbst entstammt noch als Auflage von der Baugenehmigung für den damaligen Neubau.
  • Kosten für die Erneuerungen im historischen, denkmalgeschützten Pumpwerk belaufen sich auf rund 130 T€.

   2022 Gebaudesanierung Bodenheim 3Spiegelung historisches Pumpwerk Bodenheim 2022 Gebaudesanierung Bodenheim 2Anbringen der Wärmedämmung am "Neubau" in Bodenheim

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