Dialog zur Sicherheit der Wasserversorgung
LfU-Präsident Dr. Dirk Grünhoff zu Gast bei der wvr
Wie kann die Wasserversorgung der Region angesichts des Klimawandels langfristig gesichert werden? Diese zentrale Fragestellung war Thema des Kennenlerntermins zwischen dem neuen Präsidenten des Landesamtes für Umwelt Dr. Dirk Grünhoff und dem Geschäftsführer der wvr, Ronald Roepke.
Zunächst ermöglichte Roepke mit einem Gang durch das historische Pumpwerk in Guntersblum einen Eindruck der Historie der rheinhessischen Wasserversorgung. Anschließend erläuterte er die aktuellen Herausforderungen, die das Versorgungsunternehmen vor allem durch die Klimawandelfolgen wie beispielsweise Wetterextreme bewältigen muss. Angefangen bei dem Thema Verfügbarkeit, was vor allem in den Sommermonaten von Bedeutung ist, über die Qualität des Rohwassers durch Beeinträchtigung mittels verschiedener Schadstoffe. Roepke konnte in diesem Rahmen sowohl die Handlungsfelder als auch erste mögliche Lösungskonzepte darlegen. Es wurde zudem deutlich, dass es ganz im Sinne der wvr ist, die bevorstehenden Aufgaben im Schulterschluss mit dem Land Rheinland-Pfalz zu lösen. Der geplante Ausbau der Wassergewinnung in Guntersblum in Form einer Nordgalerie ist dabei ein wichtiges Beispiel für eine konkrete Maßnahme, um unter anderem den „Zukunftsplan Wasser Rheinland-Pfalz“ inhaltlich auszugestalten.
"Die Sicherung der Trinkwasserversorgung ist eine zentrale Gemeinschaftsaufgabe. Längere Trockenphasen, Extremwetter und die abnehmende Grundwasserneubildung erfordern nachhaltige Strategien und ein abgestimmtes Handeln von Land und Versorgern. Nur ge-meinsam können wir die Trinkwasserversorgung in Rheinland-Pfalz langfristig sichern", betonte auch Dr. Grünhoff.
Dass die wvr dabei auch den Naturschutz im Blick hat, ist für Roepke selbstverständlich: „Wasser ist eine natürliche Ressource, eine gesunde Umwelt ist daher Voraussetzung für eine sichere Trinkwasserversorgung.“ So wurde auch bei der Planung der Nordgalerie darauf geachtet, die Auswirkungen auf die umliegende Umwelt möglichst zu verhindern, mehr noch, dem natürlichen Rückgang des Grundwasserspiegels mittels Infiltration sogar entge-genzuwirken, um ein konkretes Beispiel zu nennen.
„Der Austausch auf Augenhöhe mit der neuen LfU-Leitung ist für uns ein wichtiges Signal. Gemeinsam stellen wir sicher, dass auch künftige Generationen Zugriff auf Trinkwasser in einwandfreier Qualität haben“, so Roepke.
Bild v.l.n.r.: Philipp Held (wvr, Dr. Dirk Grünhoff (LfU), Ronald Roepke (wvr)
(Stand: 16.02.26)