Informationstag WASSER in Oberursel
„Die Kriege der Zukunft werden nicht um Öl geführt – sondern um Wasser.“ Mit diesen Worten begrüßte unser Geschäftsführer Ronald Roepke in diesem Jahr die teilnehmenden des Informationstag WASSER, eine Veranstaltung, die jedes Jahr gemeinsam von den DVGW Landesgruppen Hessen und Rheinland-Pfalz sowie dem LDEW Hessen/Rheinland-Pfalz e.V. organisiert wird. Dabei spricht er in seiner Funktion als Wasserpolitischer Sprecher des LDEW in RLP und betont: „Dieser oft zitierte Satz ist keine Prognose mehr. Er ist dabei, Realität zu werden.“
Der Klimawandel dürfte mittlerweile für jeden deutlich spürbar sein, die massiven Folgen, vor allem auf den Wasserhaushalt, sind nicht zu verleugnen. In seinem Grußwort erläutert Roepke die massiven Herausforderungen, die sich die Wasserwirtschaft in der heutigen Zeit stellen müssen, um eine sichere und vor allem zukunftstfähige Wasserversorgung ermöglichen zu können: Der Rückgang der Ressource verschärft die Nutzungskonkurrenzen und macht Wasser zu einem strategischen Gut. Der hohe Investitionsbedarf in die Infrastruktur, die bereits vor Generationen entstanden ist, steht im Widerspruch zu den strukturellen Hürden, z.B. langwierige Genehmigungsverfahren, Fachkräftemangel und immer hö-here Kosten. Steigende Qualitätsansprüche, die jedoch immer schwerer einzuhalten sind oder auch die aktuell herrschende Unsicherheit im Hinblick auf Transformationsprozesse bei Klima, Politik, Technologie oder gesellschaftliche Akzeptanz.
Roepke betont dabei jedoch, dass es auch gute Gründe für Zuversicht gibt: „Die deutsche Wasserwirtschaft verfügt über ein enormes Maß an Expertise, Erfahrung und Innovations-kraft. Wir haben funktionierende Institutionen, klare Qualitätsstandards und ein hohes Vertrauen in die öffentliche Daseinsvorsorge. Wir sehen bereits heute: neue Technologien in der Wasseraufbereitung, digitale Lösungen im Netzmanagement, und zunehmende Kooperationen über Sektorgrenzen hinweg. Und vielleicht am wichtigsten: Es wächst ein gesellschaftliches Bewusstsein dafür, dass Wasser keine unendliche Ressource ist. Und Bewusstsein ist der erste Schritt zur Veränderung.“
In seinem Schlussgesdanken hebt Roepke noch einmal die zentrale Bedeutung des lebenswichtigen Wassers hervor, das mehr als eine Ressource ist, sondern auch die Grundlage für Stabilität, Gesundheit und Wohlstand und ebenso ein Stück Lebensfreude.
Neben Roepke stellten auch Julia Antonie, Geschäftsführerin der Stadtwerke Oberursel und Jörg Höhler, Präsident des DVGW und Vorstandsvorsitzender der ESWE Versorgungs AG Wiesbaden in ihren Grußworten ihre Perspektiven auf wichtige Fragen zur Wasserwirtschaft dar.
Im Fokus der anschließenden Fachvorträge standen neben den aktuellen Entwicklungen der Wasserpolitik, die Themen Cybersicherheit und KI, PFAS und Resilienz der kritischen Infrastrukturen. Hier konnte Natalie Pikos, Leiterin unserer Abteilung Forschung und Entwicklung auch einen Einblick in die Ergebnisse aus unserem Forschungsvorhaben aKtIv geben. Weitere Informationen zu diesem und anderen Forschungsvorhaben der wvr finden Sie hier: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH – Forschung und Entwicklung
Alles in allem war es wieder eine gelungene Veranstaltung mit vielen spannenden Impulsen und Gesprächen, wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr!
Stand: 18.06.26